Ein erster Ausgangspunkt für die Nutzung innovativer Methoden war die Erkenntnis, dass die Komplexität und die Dynamik eines Planungsszenarios für einen ganzen Betrieb den Rahmen herkömmlicher Instrumente gleich unter mehreren Gesichtspunkten sprengte. Trotz immensem Aufwand und Akribie konnte meist nur eine reduzierte Augenblicksaufnahme dessen abgebildet werden, was sich in der Praxis tatsächlich abspielen könnte. Die Planung war nicht selten auf Grund überdurchschnittlich intensiver Investitionstätigkeit bereits in dem Augenblick nicht mehr aktuell, in dem sie vorgetragen, gedruckt oder beschlossen wurde. Damit wollten sich – insbesondere die ambitionierten – Akteure nicht abfinden.
Ein zweiter, zunächst unabhängiger, Punkt beherbergt eine eigene anders geartete Dramatik, die aber ähnliche Ursachen hatte. Es war zum Zeitpunkt des Beginns der Entwicklung – heute vielleicht noch mehr als damals – ein unbefriedigender Zustand, dass die enormen finanziellen Aufwendungen für die Sicherstellung der Daseinsvorsorge insbesondere in ihrer Dynamik nur schwer darstellbar und vermittelbar waren und sind. Im Zuge dessen kam und kommt es aus verschiedensten Gründen zu Verzerrungen, so dass es im Ergebnis dessen nicht selten zu einem äußerst unbefriedigenden Zustand der Infrastruktur kommt. Die Höhe von Preisen oder Gebühren für die Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen ist – damals wie heute – beständiger Bestandteil der Debatten und unzähligen teuren und langwierigen Rechtsstreits. Um diese Themen ganzheitlich, professionell und möglichst überzeugend zu handhaben, fehlten den Eigenbetriebe geeignete Technologien – damals.
Der Aufbau einer Lösung musste also mindestens diese beiden Problemen gleichermaßen beherrschen. Er musste uneingeschränkt die Komplexität der Realität mit ihrer Dynamik abbilden können aber gleichsam robust, alltagstauglich und vermittelbar sein. Abgesehen von technischen sind auch die menschlichen Herausforderungen nicht zu unterschätzen. Diese ergeben sich u. a. unweigerlich immer dann, wenn langjährig gehegte „Inseln des Herrschaftswissens“ untergehen. Unerwünschter Erkenntniszuwachs auftritt, wenn an Stelle von Schätzungen echte Berechnungen – detailliert nachvollziehbar – treten an deren Ergebnisse kein methodischer und rechnerischer Zweifel mehr besteht. Also neben Daten müssen auch die Akteure und Verantwortlichen eingebunden werden.
Die bei den Anwendern über mehrere Jahrzehnte in den Datenbanken abgebildeten „Modelle“ haben Kläger verstummen lassen, haben Verantwortlichen die Augen geöffnet und richtungsweisenden, wenn auch schmerzlichen Entscheidungen – nicht selten entgegen politischen Willens – den besseren Weg gebahnt. Es war, ist und wird wahrscheinlich nie einfach die zur Sicherung der Refinanzierung der öffentlichen Infrastruktur notwendigen Mittel bereitzustellen. Ohne eine durchgängig transparente und vermittelbare Berechnungsgrundlage ist es sicher noch schwerer. Nach unserer Meinung gehört die alleinige Verfügung und die Kenntnis über die Anwendung in die Hände der Verantwortlich in den Eigenbetrieben.
Die Ihnen anschließend dargelegten Eckpunkte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Komplexität und die Vielzahl der Lösungsvarianten verhindert dies. Die bei unseren Anwendern vorzufindenden Lösungen sind schlicht dadurch entstanden, dass die Anwender ihre regelmäßig erzielten zeitlichen Einsparungen über Jahre hinweg eigenständig wieder in den Ausbau reinvestierten. Dies führte zwangsläufig zur steten Verbesserung im Umgang mit der Vielzahl ihrer Prozesse. Die Ergebnissen erfüllen unsere Anwender und uns zu Recht mit Stolz und Freude. Wer bisher den Begriff der ganzheitlichen Betrachtung als Worthülse betrachtet, wird sich, zumindest in diesem Zusammenhang, eines Besseren belehren lassen müssen.
Vermutlich kommen wir nie an eine Ende. Der Horizont rückt immer wieder ein Stück weiter. Wir haben die technologisch Grundlage dafür gelegt, dass Komplexität kein Hindernis mehr ist und das das Beherrschen keine unzähligen Instrumente und finanziellen Belastungen bedarf. Was es allerdings bedarf, ist der Mut den Aufbau mit allen Facetten zu beginnen und die Erkenntnisse einzuordnen.
